Pfeil Die katholische Kirche Hammelbach
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Sabine Linzmaier

Katholische Pfarrkirche

 

Im Mittelalter, Ende 14. / Anfang 15. Jahrhundert, hatte Hammelbach die erste katholische Kirche erhalten, deren Reste heute als Kapellenruine auf dem Friedhofsgelände zu besichtigen sind. Nach der Säkularisation zu Beginn des 19. Jahrhunderts (1806) zogen wieder katholische Familien in die ehemals pfälzischen Gebiete. Man entschloss sich wieder eine Kirche zu bauen, da der Verfall von der alten Kirche schon zu weit fortgeschritten war.

 

Von 1911 bis 1914 wurde die jetzige neugotische Katholische Kirche von Hammelbach als Filialkirche von Fürth für Hammelbach erbaut. Sie ist der Heiligen Familie und St. Walburga geweiht und wurde von Architekt August Greifzu aus Mainz geplant. Pfarrer Georg war ab 1925 der erste katholische Pfarrer in Hammelbach.

 

katholische KircheDer Hochaltar war ursprünglich eine Stiftung der adeligen Familie “Graf von Neipperberg-Lobkowitz” an das Kloster “Der Ewigen Anbetung” in Mainz. Er wurde 1914 der hammelbacher katholischen Kirche gestiftet. Die Holzfiguren stellen die Heiligen Joachim und Anna, Papst Pius X. und Elisabeth, Maria Goretti und Tarcisius dar. Die grossen Figuren schnitzte der Bildhauer Müller aus Heppenheim. Dank der Initiative von Pfarrer Dr. Alfred Maria Bang-Kaup erhielt die Kirche 1949 neue Glocken. Das Rohmaterial stammte von den Kartuschen der Granaten eines gesprengten Munitionszuges im Kreidacher Tunnel bei Waldmichelbach. Der in Hammelbach wohnende Kirchenmaler Eugen Heller aus Mannheim, unterstützte Pfarrer Bang-Kaup bei der Renovierung des Gotteshauses. Das Werk gelang so gut, dass die Hammelbacher Kirche zum Muster für viele andere grosse und kleine Gotteshäuser der Diözese Mainz wurde.

 

In den Jahren 2000 bis 2001 wurde das links neben der Kirche stehende katholische Gemeindezentrum errichtet. Das Pfarrhaus steht gegenüber, rechts neben der Kirche.